Nachlese

Gastvortrag über Bertha von Suttner

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Vortragsraum der Akademie Literatur und Leben am 27. Februar: Die Hamburger Autorin und Dozentin Martina Bölck hielt einen höchst lebendigen und informativen Bildvortrag über Leben und Werk der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner (1843-1914), die als „Kämpferin für den Frieden“ Geschichte machte. Doch auch als Schriftstellerin bleibt die Mitbegründerin der internationalen Friedensbewegung nach diesem Vortrag im Gedächtnis. Frau Bölck empfiehlt neben dem epochemachenden Werk „Die Waffen nieder!“ vor allem den futuristischen Roman „Das Maschinenzeitalter“. Von Suttner veröffentlichte ihn 1889 anonym, da ihr die „Vorurteile gegen die Denkfähigkeit der Frauen“ noch zu groß erschienen!

Das Maschinenzeitalter
Reprint im Zwiebelzwerg Verlag, 1983

 

Foto: Ursula Metzenheim

Genius loci

Gelungener Abschluss des
Akademischen Jahres 2014/2015!

Der Ort und sein Geist oder Der Geist und sein Ort

Am 2. und 3. Februar schlossen die Jahresgruppen 2014/2015 das Thema „Hannover literarisch“ mit der Präsentation der Kreativaufgabe „Mein Genius loci“ und einem Stadtspaziergang der besonderen Art ab.

Bei knackigen Temperaturen ging es zunächst an die Orte in Hannover, von denen sich die Teilnehmerinnen zu eigenen Erzählungen, Gedichten und Bildern anregen ließen: Im Welfengarten, in der Schiller- und Königstraße, am Maschteich und in der HDI-Arena lauschten wir den Autorinnen und waren überrascht von der Vielfalt der Beziehungen zwischen Betrachter, Ort und literarischer Inspiration, die die Texte bereit hielten. Mit einer kenntnisreichen Führung durch die HDI-Arena – die Wirkungsstätte von Hannover 96 – endete der Rundgang, bevor wir den ereignisreichen Tag im Gartensaal des Neuen Rathauses mit der weiteren Präsentation eigener Texte und einem Mittagessen abschlossen.

Ein Video-Kaminfeuer im historischen Restaurant „Högers“ am Stephansplatz bildete die Kulisse für die Präsentation weiterer Hausarbeiten am darauffolgenden Dienstag. Auch hier staunten Dozentinnen und Teilnehmerinnen über die Kreativität der Autorinnen und die Reichhaltigkeit der Ergebnisse.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Textbeiträge der Teilnehmerinnen zum neuen Kreativmotto „Schreiben und Reisen“ im Jahr 2015/2016. Mehr dazu hier!

Fotos: Irene Jaursch

Das neue Jahresprogramm 2015/2016: Literatur und Reise

Die Erfahrung des Fremden in der Literatur

Von April 2015 bis Februar 2016 steht die spannungsreiche Beziehung zwischen der Literatur und dem Reisen im Mittelpunkt unseres neuen Jahresprogramms. Wie bisher erarbeiten wir mit Ihnen auch in diesem Jahr zwei verschiedene Themen der Literatur- und Kulturgeschichte, die jedoch diesmal über das Hauptthema „Literatur und Reise“ enger miteinander verknüpft sind.

Mit Christina Rohwetter erschließen Sie sich über herausragende literarische Reisetexte neue Zugänge zur Lebensform des Reisens und erfahren, wie unterschiedlich Schriftsteller verschiedener Epochen vom Unterwegs-Sein erzählen und die Fremde erfahren.
Mit Sabine Göttel erkunden Sie Werk und Persönlichkeit des großen Reiseschriftstellers, Lyrikers und Romanciers Theodor Fontane.

Höhepunkt des Jahresprogramms ist die gemeinsame Reise nach Brandenburg ins Havelland – auf den Spuren Fontanes und unter dem Kreativmotto „Schreiben und Reisen“!

Die beiden Jahresthemen im Detail finden Sie hier…

Literarischer Stadtspaziergang

Der Geist des Ortes

Am 10. November begaben wir uns mit den Teilnehmerinnen unserer Jahresgruppen auf einen literarischen Stadtspaziergang durch die hannoversche Oststadt. Unter der fachkundigen Leitung von
Ingo Kuhlmann besuchten wir ausgewählte Orte mit dem besonderen „genius loci“: An sechs Stationen in Roscherstraße, Schiffgraben, Hohenzollernstraße, Bödekerstraße, Gretchenstraße und Lister Meile machte uns unser literarischer Reiseführer mit Daten, Fakten und Anekdoten über berühmte und weniger bekannte Persönlichkeiten aus Literatur und Geistesleben bekannt, die dort einen Teil ihres Lebens verbracht hatten – darunter Frank Wedekind, Gottfried Benn, Ernst Jünger und Theodor Lessing. Erstaunlich, welch hohe Dichte an Geistesgrößen ein einziger Stadtteil Hannovers doch aufzuweisen hat!

Lesetipp:

Peter Struck: Literarisches Hannover. 50 Dichter, Schriftsteller und Publizisten. Wohnorte, Wirken und Werke, Verlag Jena 1800

Kunst & Literatur zu Gast bei Literatur & Leben

Am 11. Oktober 2014 kam es in den Räumen der Akademie zu einer spannenden Begegnung zwischen Kunst & Literatur: Die bekannte Autorin Susanne Mischke las exklusiv für Teilnehmende und Freunde der Akademie aus ihrem brandneuen Hannover-Krimi „Einen Tod musst du sterben“. Gleichzeitig feierten wir die Finissage unserer Ausstellung mit Bildern der hannoverschen Künstlerin Ulrike Grest. Hierzu hatten sich 30 Gäste in der Roscherstraße 12 eingefunden.

Eignet sich Hannover besonders gut als Schauplatz des Verbrechens im Kriminalroman? Warum haben Querformate bessere Vermarktungschancen? Im Anschluss an die Lesung stellten sich die gutgelaunten Künstlerinnen im Gespräch mit den Akademie-Leiterinnen Christina Rohwetter und Sabine Göttel Fragen zu Wort- und Bildkunst.

Mehr über Susanne Mischke und Ulrike Grest unter

www.susannemischke.de

www.kuenstler.haz.de/kuenstler/ulrike-grest.html
                                                                                               

5 Jahre Literatur & Leben in Hannover!

Bilderreise durch 5 Jahre Literatur & Leben

 

Am 12. April 2014 feierten wir in den Räumen der Akademie in der Roscherstraße 5 Jahre Literatur & Leben in Hannover! Mit diesem gelungenen Fest bedankten wir uns bei unseren Teilnehmern, unseren Gastreferenten und Kooperationspartnern und allen Weggefährten für eine wunderbare Zeit!

Ulrich und Viola Beck begleiteten das Programm mit Mandolinen- und Gitarrenklängen aus mehreren Jahrhunderten. Nach einem furiosen musikalischen Auftakt machten die Dozentinnen Christina Rohwetter und Sabine Göttel in einem Literarischen Duett neugierig auf das Jahresprogramm 2014/2015. Einige Teilnehmerinnen der Jahresgruppen stellten ihre Beiträge aus den Kreativprojekten der vergangenen Jahre vor. Ein Portfolio aus fotografischen Impressionen sorgte für visuelle Einblicke in fünf Jahre gemeinsamer Lehr- und Lernpraxis. Bei Gesprächen am exotischen Njushi-Buffet klang der Nachmittag aus.

Herzlichen Dank für die zahlreichen Aufmerksamkeiten und Geschenke und besonders für die Wertschätzung unserer Arbeit! Wir freuen uns auf die kommende Zeit mit inspirierenden Themen und Texten, lebendigem Gedankenaustausch, spannenden Exkursionen, verblüffenden Ergebnissen aus der Kreativpraxis! Unser Jahresprogramm 2014/2015 finden Sie hier!